Im Frühjar 2018 wurde in 54441 Mannebach am alten Sportplatz ein Permakultur-Garten geplant und umgesetzt. Es sollte ein möglichst artenreiches Biotop entstehen, mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und unterschiedlichsten Gestaltungselementen, die sich gegenseitig fördern und voneinander profitieren. Somit standen Artenschutz, das Schaffen neuer Lebensräume, Biodiversität, Wasserreinigung und Grundwasseraufbau, Klimamäßigung sowie die Erlebbarkeit regenerativer Bewirtschaftungsformen und alternativer Gartenbaumethoden im Vordergrund.

Als freizeitlich genutzte Fläche, sollte der Garten aber auch einfach nur zum Umherschlendern, Entdecken, Spielen und Entspannen einladen. Zudem wurde die Möglichkeit gegeben, Teile der Gemüseflächen selbst zu bewirtschaften und so Erfahrungen im Gärtnern zu sammeln und die Versuche der anderen Besucher zu beobachten.

Bewirtschaftung 

Es wird darauf geachtet, komplett auf den Einsatz von chemischen oder auch konzentrierten biologischen Spritz- und Düngemittel zu verzichten. Die Bekämpfung von Schadinsekten geschieht beispielsweise ausschließlich über eine intakte und vielfältige Ökosystem-Struktur, die reich an Nützlingen und anderen regulierenden Mechanismen ist. Nährstoffe werden vor Ort aus der eigenen Anlage selbst generiert. So wird beispielsweise das Heu der Wiesenflächen als Dauermulch für Gemüsebeete verwendet. Zudem soll der Maschineneinsatz so gering wie möglich gehalten werden. Die meisten Arbeiten erledigen natürliche Prozesse von selbst. Nur hier und da sind gelegentliche Pflegemaßnahmen nötig.

Entwurfsplanungen

Hier wurde eng mit Jonas Gampe vom Planungsbüro für ökologische Garten- und Landschaftsgestaltung und Permakultur gearbeitet (http://www.kreislauf-gaerten.de).
In den ersten Terminen wurde nach einer Bestandsaufnahme ein Entwurfsplan für das vorgesehene Grundstück erarbeit.

In diesem Umfang wurde ein detaillierter Entwurf für die einzelnen Abschnitte angefertigt. Dies umfasste Bereiche wie einen eingezäunten Bereich, ein Vogel- und Feuchtbiotop, eine Blumenwiese und ein Obst-Band.

Des Weiteren wurde ein Mitmach-Konzept entwickelt:

„Für die Besucher soll neben den vielen Beobachtungsmöglichkeiten auch das Angebot geschaffen werden, sich selbst zu betätigen. Zum einen kann die gesamte Anlage beerntet werden. Kleine Hinweistafeln machen auf essbare Pflanzen aufmerksam, die eventuell nicht jedem bekannt sind.“

Kreislauf-Gärten – Planungsbüro für Permakultur

Der Entwurfsplan beinhaltete auch die Konzeption und Umsetzung einer Beschilderung für einen kleinen Rundgang im Garten und einen ausführliche Aufstellung an weiterführenden Maßnahmen zur zukünftigen Pflege des Permakultur-Gartens.

Fördermittel

Das Projekt wurde vom Naturpark Saar-Hunsrück gefördert. Der Trägerverein gewährleistet mittel in Höhe von 9300€. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 11700€.

Weiterführendes

Im Anschluss des Projektes wurde ein Permakultur-Workshop von Jonas Gampe in Mannebach organisiert. Auf der Seite des Volksfreund können hierzu weitere Informationen entnommen werden:
Artikel zum Workshop auf volksfreund.de

Weitere Infos und Artikel zum Projekt und welche Hürden es im Vorfeld noch so gab finden Sie ebenfalls auf den Seiten von volksfreund.de:
hier.